Interessante Beiträge über BARF

Die Sache mit dem Einfrieren und Auftauen... 

Immer wieder stelle ich fest, wie viel Unsicherheit beim Thema Auftauen herrscht.

Wo die einen viel zu ängstlich sind, sind andere doch sehr sorglos.

Alles was uns umgibt und auch wir sind umgeben und besiedelt von Bakterien und Viren. Es gibt unzählig viele Arten davon und nicht alle machen uns krank, allerdings können uns einige davon ab bestimmten Mengen gefährlich werden.

Von Noroviren braucht es beispielsweise weniger als von den Salmonellen um uns krank zu machen.

Man muss wissen, dass Einfrieren diese Bakterien nicht abtötet, sie fallen nur in einen Tiefschlaf und sobald die Temperatur über den Gefrierpunkt steigt, erwachen sie und beginnen sich zu vermehren.

Die Temperatur beeinflusst die Vermehrung der Bakterien sehr stark, bei niedrigen Temperaturen teilen sie sich langsamer, bei optimalen Temperaturen zwischen 27°C und 37°C fühlen sich die Bakterien am wohlsten.

Bei Temperaturen über 20°C teilen sich die meisten Bakterien alle 20 – 40 Minuten und so werden aus einem Keim innerhalb von 8 Stunden 16 Millonen.

Die Verderblichkeit gerade beim Fleisch wird ebenso dadurch beeinflusst, wie gross seine Oberfläche ist, diese bestimmt nämlich, wie viele Keime auf dem Lebensmittel Platz haben, dies bedeutet logischerweise, dass Stückfleisch aufgetaut länger haltbar ist als Hackfleisch, denn das Hacken vergrössert die Oberflächenstruktur um ein Vielfaches.

Es gibt nun verschiedene Arten, unser Fleisch aufzutauen.

Man kann es im Kühlschrank auftauen, dieses dauert bei weitem am längsten, ist aber die weitaus sicherste Methode, weil die Umgebungstemperatur von 2-4° C dafür sorgt, dass die Keime sich weniger schnell vermehren. Dies erhöht auch die Haltbarkeit und macht es möglich, das Fleisch welches man nicht braucht, erst am nächsten Tag, eventuell sogar am übernächsten Tag zu verwenden.

In unserem Fall muss man für eine Wurst von 500g etwa 24 Stunden rechnen.

Eine andere Methode ist, das Fleisch im Wasser aufzutauen,oder in der Mikrowelle.

Diese Methode geht etwas schneller, allerdings empfehle ich hier, dies nur zu tun, wenn man die Ware am selben Tag verbraucht und auch hier empfehle ich, die Verpackung anzustechen, warum erkläre ich weiter unten.

Die dritte Variante ist, die Ware bei Zimmertemperatur draussen liegen zu lassen bis sie vollständig aufgetaut ist.

Auch hier ist eine sehr schnelle Verderblichkeit eine logische Folge, sobald die Ware Temperaturen von 5°C übersteigt. Die äusseren Schichten des Fleisches werden schnell wärmer und die Bakterien können schon mal gemütlich anfangen sich zu

vermehren während der Kern noch gefroren ist...(kurz antauen es gleich schneiden und wieder einfrieren ist kein Problem, aber meist liegt das Fleisch beim Auftauen ja gleich Stunden-bis Tageweise bei Zimmertemperatur rum).

Es sollte jetzt klar geworden sein, dass Methode "im Wasser" und "draussen liegen lassen" die denkbar ungünstigsten sind vor allem wenn man die Reste dann noch aufbewahren möchte.

Nun höre ich oftmals die Erwiderung: „Ja, aber das Fleisch ist ja eingepackt?“

Jedes Lebensmittel enthält Bakterien in einer gewissen Menge, darum verdirbt es ja, dies gilt auch für Fleisch. Da ändert auch das Eingepackt sein nichts daran und je mehr Wasser es enthält, desto sensibler wird es.

Was das „eingepackt“ betrifft:

Es gibt einen Erreger Namens Clostridium botulinum dessen Gift schwerste Vergiftungen auslösen kann, welche sogar zum Tod führen können. Der Erreger kommt relativ häufig in der Natur vor und kann sich ausschliesslich unter Sauerstoff-Ausschluss (anaerob) vermehren und sein Gift (Ausscheidungen) produzieren.

Jeder hat sicher schon gehört: „eine geblähte Konservendose ist unbedingt wegzuwerfen!“

Die Infektion geschieht meist durch verdorbenes Fleisch und schlecht konservierte Lebensmittel.

Dank unserer fortgeschrittenen Hygienekonzepte bei der Verarbeitung und den Vorsichtsmassnahmen in der Tierhaltung sind Vergiftungen äusserst selten, in der Schweiz gibt es nur gerade 1-2 Fälle pro Jahr. Die Infektion ist meldepflichtig, da es allerdings eine reine Vergiftung ist, zum Glück nicht ansteckend.

Damit auch dieser Erreger gar keine Chance hat sollte man die Verpackung deshalb vor dem Auftauen einstechen, aufschlitzen oder gleich ganz entfernen damit Sauerstoff an die Ware kommt und das Fleisch in einem Geschirr im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Es ist übrigens für die Herstellung von Rezepturen nichts dagegen einzuwenden, das Fleisch im Kühlschrank aufzutauen, sobald es zu verarbeiten ist SOFORT zu vermischen, zu portionieren und SOFORT wieder einzufrieren. Die noch einmal eingefrorenen Portionen sollten nach dem Auftauen am selben Tag verbraucht werden.

Der Text soll keine Angst, sondern darauf aufmerksam machen, wie man mit gefrorenem Fleisch am Besten umgeht.

Der Verdauungstrakt unserer Tiere ist darauf angepasst, pathogenen Keimen zu begegnen, der Magen verfügt über eine äusserst aggressive Säure mit einem PH-Wert von 1-2 was den meisten Keimen (welche bei einem PH-Wert unter 3-4 unschädlich gemacht werden) gleich den Garaus macht. Übrigens gelten genau dieselben Regeln für den Umgang beim Auftauen mit unserem Fleisch, vor allem wenn es um Lebensmittel geht, welche nicht vollständig durchgegart werden.

Fütterung mit Frischfleisch zu proteinlastig?

Immer wieder hört man, BARF sei  zu Fleisch - und deshalb zu proteinlastig und schädige Leber und Nieren.

Aber ist das wirklich so? Was bedeutet es, wenn es heisst, man soll nicht mehr als 20%-25% Rohprotein füttern?Muss ich dann beim Futter den Fleischanteil auf 20%-25% reduzieren?

NEIN! Grundsätzlich muss man wissen, dass Fleisch nicht = Protein ist und das ist vielen Leuten so gar nicht bewusst.

Fleisch besteht nur zu 12% bis 24% aus Rohprotein, der Rest ist zum Grossteil Wasser, ein wenig Fett und Rohasche, was bedeutet, dass hier rein rechnerisch ein Fehler gemacht wird.

 

Laut Meyer/Zentek1 beträgt der Bedarf an hochverdaulichem Rohprotein  im Erhaltungsstoffwechsel

5 g hochverdauliches Rohprotein (Rp) pro kg Körpermasse^0,75. Das ergibt für Sam mit 28 Kg 60,9 g Bedarf pro Tag. Mit erhöhter Körperlicher Belastung steigt auch der Proteinbedarf.

 

Also rechnen wir ein bisschen:

Sam bekommt 700 g Futter am Tag, welches sich unter Berücksichtigung auf einen halben Fast-Tag zusammengerechnet auf die Woche folgendermassen zusammensetzt:

70% Tierisch, 20% Pflanzlich, 10% Kohlenhydrate 

 

1592g Muskelfleisch

302.48g RP

637g Pansen

86.63g RP

477.75g Innereien

83.60g RP

477.75g RFK

85.99g RP

910g Gemüse

3.94g RP

455g Hirse

32.76g RP

70g Öl

0 g RP

5g Seealgenmehl

0.3g RP

2 Eigelb

9.9g RP

1 Banane

1,1g RP

 

 Gesamt                            606.7 g RP pro Woche

 

Geteilt durch 7 Tage macht dies eine Proteinzufuhr von 86.67g pro Tag bei 700g Frischfutter

 

Zum Vergleich nehmen wir jetzt einige Trockenfutter-Sorten in der Menge, wie sie für Sam auf der Fütterungs-Empfehlung stehen: 

 

Acana Grassland

33% RP

390g = 128.7g RP

Royal Canin German Sheperd Adult 24% RP

397g = 95.28g RP

Hills Natures Best

Adult  Large Breed 23% RP

400g = 92g RP

Marengo Premium 23.9% RP

350g = 83.65g RP

Swiss Natural Fresh Huhn&Kartoffel  26% RP

300g = 78g RP

 

Somit kann man sagen, dass Rohfütterung nicht proteinlastiger ist als Trockenfutter.

 

Im Gegenteil. Wenn man bedenkt, dass ich Sam relativ viel Futter geben muss, meist mehr als auf der Empfehlung steht, kann man davon ausgehen, dass Trockenfutter  bei den verfütterten Mengen sogar tendenziell höher im Proteingehalt sind als Frischfutter.

 

Orijen mit 80% Fleischanteil bringt es sogar auf 38% Rohprotein, was auf 390g Futter sagenhafte 148,2g Rohprotein ergibt, also um einiges mehr als unsere Frischfutter-Portionen.

 1Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 62

Wissenswertes über Antibiotika

Die Geschichte der Antibiotika begann früh. Im Jahr 1893 isolierte der italienische Arzt und Mikrobiologe Bartolomeo Gosio einen Stoff aus einem Schimmelpilz, der den Erreger für die gefürchtete Infektionskrankheit Milzbrand am Wachsen hinderte.

Einige Jahre später entdeckte der französische Arzt Ernest Duchesne etwas Wundersames: Die Pferdesättel des Militärs wurden absichtlich in dunklen feuchten Räumen aufbewahrt wo sie von Schimmelpilzen besiedelt wurden. Auf seine Nachfrage bei den Stallburschen wurde ihm erklärt, die Scheuerwunden der Soldaten die durch das lange Reiten hervorgerufen wurden, würden durch diese von Schimmelpilzen befallenen Sättel schneller heilen.

Duchesne begann zu forschen und bereitete eine Lösung aus den Pilzen zu, die er Versuchstieren injizierte, und die Tiere gesundeten. Als er mit 23 Jahren 1897 seine Doktorarbeit darüber schrieb, wurde sie abgelehnt. Damals schien er seiner Zeit voraus zu sein.

Nach vielen Jahren isolierte 1921 der Schottische Bakteriologe Alexander Fleming in seinem Labor ein Lysozym, ein Enzym das in der Lage ist, die Zellwände von krank machenden Bakterien zu zerstören und somit das Bakterium abzutöten. Dieses Enzym kommt auch natürlicherweise in unseren Körperflüssigkeiten vor, besonders in Schleimhäuten, somit in Tränen, Speichel und so weiter. Es unterstützt unser Körpereigenes Immunsystem dabei, Keime zu bekämpfen, sofern diese nicht in übermässig gehäufter Überzahl auftreten.

1928 entdeckte Fleming durch eine Unachtsamkeit den Schimmelpilz der in der Lage war, Staphylokokken aufzulösen, diese gefährlichen Bakterien die bis Heute für zahlreiche schwere Erkrankungen verantwortlich sind.

Der Pilz heisst Penicillium chrysogenum. Alexander Fleming isolierte erfolgreich den keimtötenden Stoff aus dem Pilz. Das Penicillin war geboren!

Lange Zeit war aufgrund der fehlenden chemischen Möglichkeit eine Herstellung des Penicillins im grossen Rahmen nicht möglich, es musste immer direkt aus dem Pilz gewonnen werden, aus diesem Grund fehlten auch weiterführende Forschungen über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen.

Erst im zweiten Weltkrieg konnte Penicillin erstmals beim Menschen in grösseren Mengen verwendet werden und wurde auch grossflächig heilbringend eingesetzt, was dem "Wundermittel" auch den Weg in die Zivilbevölkerung ebnete.

Plötzlich konnte man wirksam todbringende Krankheiten wie Wundinfektionen, Lungenentzündungen, Blutvergiftung ,Tuberkulose und viele andere behandeln und in Schach halten.

Die Entdecker und Forscher wurden geadelt, Nobelpreise wurden verliehen, der Siegeszug der Antibiotika hatte begonnen.

Eine schöne Geschichte, und es stimmt zweifellos:

Antibiotika können Leben retten und viele Krankheiten, die früher tödlich verliefen, heilen mit Antibiotika Heute oft komplikationslos.

 Bis Heute gewinnt man Antibiotika auch aus natürlichen Stoffen, die teilweise chemisch verändert werden, es gibt aber viele Antibiotika welche komplett synthetisch hergestellt werden.

Die Grundlage oder Ausgangssubstanz von Antibiotika sind Stoffwechselprodukte von Organismen wie Pilzen, welche Bakterien schon in niedrigen Dosen im Wachstum hemmen (bakteriostatisch) oder sie töten (bakterizid), indem sie die Zellwände auflösen.

Antibiotika kommt vom griechischen "anti" = "anstelle, gegen" und "bios" = "Leben", wirken also gegenüber bestimmten Zellen tödlich, aber sie töten die gesunden Zellen des menschlichen Körpers nicht weil deren Zellwände anders beschaffen sind.

 

Was sind das nun aber für Erreger, welche wir mit Antibiotika bekämpfen?

Bakterien gehören zu den ältesten Lebensformen überhaupt und es gibt viel verschiedene.

Es gibt Spiralförmige, Stäbchen, Runde, solche welche Sauerstoff zum Überleben brauchen, solche welche von Sauerstoff getötet werden und dann gibt es noch jene, die sowohl mit als auch ohne Sauerstoff überleben können.

Und alle reagieren unterschiedlich auf Antibiotika. Und sie können sich anpassen.

Auf und in uns leben rund 100 Billionen Bakterien ( etwa 1,5 Kilogramm) und viele sind uns wohlgesinnt, ohne sie wären wir gar nicht lebensfähig.

Sie ernähren sich von Abfallprodukten unseres Stoffwechsels und bauen die Ballaststoffe unserer Nahrung ab.

Manche von ihnen schützen uns auch vor ihren krankmachenden und unliebsamen Kollegen und sind deshalb ein wichtiger Teil unseres Immunsystems.

Kollege Lactobacillus bifidus (naaa ?klingelt's?) zum Beispiel erschwert die Ansiedlung krankmachender Keime im Darm.

(kleine Anmerkung: ein ganz normales Nature-Joghurt tut es auch....Muss keines dieser super Produkte gewisser Markenhersteller sein)

 

So. Wir haben da nun die Guten und die Schlechten, bei jedem Menschen und auch bei jedem Hund oder bei jeder Katze ist die genaue Zusammensetzung individuell. Es sind jedenfalls mehrere hundert verschiedene Arten von Bakterien in jedem von uns Zuhause.

Zu den Fiesen gehören solch bekannt klingende Persönlichkeiten wie die Streptokokken, die Staphylokokken, die Kolibakterien, Clostridien und nicht zu vergessen Mister E-Coli und Salmonelle. Campylobacter...ganz vergessen, wegen dem war ich mal im Spital auch so ein gaaaanz fieser Bursche glaubt mir. Und die Herren sind sehr flexibel.

 

Durch die Antibiotika-Revolution wurden ohne Bedacht jedes Jahr tausende von Tonnen Antibiotika eingesetzt und zwar völlig unbedacht und breitflächig, was gefährliche Resistenzen zur Folge hatte. Resistente Bakterien können sich im Körper auf die Lauer legen, sich unbemerkt vermehren und neue Infektionen auslösen gegen die dann ganze Wirkstoffgruppen machtlos sind. Ebenso gefährlich ist es, Antibiotika zu früh abzusetzen, auch da "entwischen" oder überleben dann Bakterien welche Resistenzen entwickeln und gefährlich werden können.

Also die verschriebene Dauer IMMER einhalten, wenn man nun mal Antibiotika geben muss weil es nicht anders geht!

Und dies führt uns gleich zum nächsten Thema: Wann macht es denn Sinn? Was tun Antibiotika mit uns?

Dazu betrachten wir nun einmal unseren Darm.

Unser Darm ist die direkte Verbindung unseres Immunsystems zu unserem gesamten Körper. Selbstverständlich gilt das auch für  unsere Haustiere.

Ist der Darm nicht mehr im Gleichgewicht und geschädigt, wird unsere Abwehr instabil. Gerade im Dickdarm leben eine Unmenge von guten Bakterien die dafür sorgen, dass ihre fiesen Kollegen, und auch Viren und Pilze erfolgreich abgewehrt werden. Sozusagen unsere Gesundheitspolizei.

Und nun kommts: Antibiotika erkennen keine "guten" oder "schlechten" Bakterien. Für Antibiotika gibt es nur Bakterien und die werden zerstört.

Gerät dies alles in ein Ungleichgewicht weil eventuell ein falsch verschriebenes oder zu oft verabreichtes Antibiotika die gesamte Flora zerstört hat, beginnen sich auf diesem Schlachtfeld nun auch die guten Bakterien zu bekämpfen und werden so selbst zu Erregern.

Andere krankmachende Bakterien entwickeln Resistenzen und vermehren sich sprunghaft und all das hat fatale Folgen. Die Abwehr wird Lückenhaft, Viren und Pilze haben leichtes Spiel.

Die wichtigsten Nährstoffe, welche normalerweise in einem gesunden Darm vollständig verwertet und dem Organismus in aufnahmebereiter Form zur Verfügung gestellt werden, können nicht mehr aufgenommen werden.

Es kommt zu einer Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und wir werden noch anfälliger und schwächer.

Und dann lässt der nächste Infekt nicht lange auf sich warten und wieder kommt ein Antibiotikum zum Einsatz, was die Spirale weiter antreibt. Der Teufelskreis hat begonnen.

 

Viele Infekte werden zudem nicht von Bakterien, sondern von Viren verursacht. Verschreibt der Arzt dagegen ein Antibiotika, ist das nicht nur völlig sinnlos weil Antibiotika gegen Viren nicht wirkt, sondern fördert auch Resistenzen der körpereigenen Bakterien.

Es gilt also erst herauszufinden, welcher Erreger die Krankheit verursacht und dies sollte man immer tun, bevor man "ins Blaue" irgendwelche Antibiotika verabreicht.

Oft werden aus Kostengründen und der Einfachheit halber sogenannte "Breitband-Antibiotika" verschrieben. Diese bestehen aus verschiedenen Antibiotika-Arten. Eventuell trifft dann eines ins Schwarze....

Diese machen aber nur dann Sinn, wenn die Zeit drängt und für Laboranalysen keine Zeit bleibt.

Einen Labor-Check zu machen dauert ein bisschen Zeit und viele Ärzte machen dies erst gar nicht weil der Mensch will, dass es so schnell wie möglich vorbei ist und so werden meist auf Verdacht irgendwelche Antibiotika verschrieben.

Dabei würde die Zeit die man bis zu den Laborergebnissen warten muss eventuell sogar den Einsatz vieler Antibiotika erübrigen, weil manchmal auch ohne Antibiotika eine Linderung eintritt. Ist dies nach zwei bis drei Tagen immer noch nicht der Fall, kann der Arzt dann wenigstens anhand der Laborergebnisse zielgenau das richtige Medikament einsetzen.

Also, liebe Menschen, es macht Sinn, nicht nur für Euch, sondern auch für Eure Tiere beim Hausarzt, wie auch beim Tierarzt das Thema Laboruntersuchung vor einer willkürlichen Antibiotika-Gabe anzusprechen und eventuell auch darauf zu beharren.

Und wenn ihr trotzdem Antibiotika nehmen müsst, oder Eure Tiere:

Haltet Euch an die vom Arzt verschrieben Dosierung und die Dauer der Einnahme, und baut nachher die Darmflora und das Immunsystem wieder auf mit Darmbakterien und gesunder Ernährung.


Sekundäre Pflanzenstoffe - was können sie?

Oft schauen die Leute etwas verwundert, wenn der Rat kommt: "die Hälfte der Gemüseration sollte grün sein, achten Sie auf Vielfalt bei den Farben, auch mal was Rotes, oder Blaues".

Warum sind diese Pflanzenfarbstoffe so wichtig?

Wie wichtig sind Früchte und Gemüse überhaupt?

In erster Linie bekommt unser Hund aus dem Gemüse und den Früchten Faserstoffe, welche den Stuhl auflockern, den Darm reinigen und pflegen, im Prinzip ersetzt man damit den Darminhalt des Beutetieres. Ebenfalls liefert Gemüse und Obst die obengenannten Sekundären Pflanzenstoffe und Enzyme und erst in zweiter Linie versorgt sich der Körper des Hundes über Obst und Gemüse mit Vitaminen und Mineralien (bei der Rohfütterung erfolgt die Hauptversorgung von Vitaminen und Mineralien über eine ausgewogene Zusammensetzung von Fleisch, Innereien und rohen fleischigen Knochen im richtigen Verhältnis).

Damit der Organismus des Hundes diese Stoffe aus dem Obst und dem Gemüse aufnehmen kann, muss die Zellstruktur aufgeschlossen werden, da dem Hund die nötigen Enzyme dazu fehlen, dies geschieht über roh pürieren (meine bevorzugte Methode) oder dünsten/kochen und zerkleinern. 

Und nun zu den Farbstoffen, welche Flavonoide genannt werden. Sie kommen universell im Pflanzenreich vor und man kennt bis Heute über 8000 Verbindungen. Tiere können keine dieser Stoffe bilden, das Vorkommen bei manchen Tierarten ist auf die Aufnahme durch Pflanzen zurückzuführen, beispielsweise die Einlagerung von Farbstoffen in den Flügeln bei Schmetterlingen.

Die farbliche Palette reicht von Grün,Orange, Gelb, Rot, Blau bis zu Schwarzblau, manchmal auch farblos.

Am bekanntesten sind sicher die fettlöslichen gelbrötlichen Karotinoide, welche hervorragende Radikalfänger sind und in dieser Hinsicht 100 Mal stärker wirken können als Vitamin C. Man findet sie nicht nur in Karotten sondern auch in natürlich gereiftem Obst und Gemüse. (Weniger in unreif geerntetem und im Lagerhaus künstlich nachgereiften Gemüse...)

Grundsätzlich wirken alle Flavonoide je nach Art und Verbindung gefässstärkend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, krampflösend, können das Immunsystem stärken und freie Radikale bekämpfen.


Ein paar Beispiele und deren Wirkung:


Farbstoff

Wirkung

Vorkommen in

Athocyane / rotblau, schwarzblau

Entzündungshemmend, gefässschützend,

zusammenziehend, antioxidativ, antikanzerogen

 

Heidelbeeren, Brombeeren, Aroniabeeren,

schwarze Johannisbeeren, rote Pflaumen, Zwetschgen, Rotkohl

Carotinoide / gelb -rot

Antioxidativ, entzündungshemmend antikanzerogen, UV-Schutz, Schutz vor altersbedingter Sehschwäche

Karotten, Tomaten, Aprikosen, Paprika, Orange, Grünkohl, Spinat,  Kürbis, Himbeeren

 

Flavone & Flavonole / hellgelbe Pigmente

Antikanzerogen (v.a.Lunge), immunmodulierend, Herz-Kreislauf-Schutz

 

Apfel, Birnen, Erdbeere, Sellerie, Grünkohl, Broccoli, Salate

 

Wichtig ist, dass diese Stoffe im natürlichen Verbund aus den Pflanzen aufgenommen werden und nicht in Form von künstlich und chemisch hergestellten hochdosierten Zusätzen, denn die Stoffe haben untereinander ein feines Wechselspiel,unterstützen und ergänzen sich gegenseitig.Da sich am meisten dieser Stoffe in der Schale oder direkt darunter befinden sollte man vermeiden, das Gemüse und die Früchte zu schälen und sofern möglich ungespritzte Ware zu verwenden.

 

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